„Anders – Gemeinsam – Solidarisch“: Aufruf zu „Vielfalt am Main“ am 10. + 11. Juli 2021

Der Frankfurter Jugendring ruft hiermit zur Teilnahme an der Demonstration und dem Begleitprogramm im Rahmen der Veranstaltung „Vielfalt am Main“ am 10. Und 11. Juli 2021 auf. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen für die gelebte Pluralität in Frankfurt, die Gesellschaft der Vielen, und gegen Diskriminierung jeglicher Art setzen.

 

Worum geht’s?

Die Mitgliedsverbände des Frankfurter Jugendrings sowie weitere Organisationen aus Frankfurt und dem Umland, treten für die Anerkennung von Vielfalt und das friedliche, gleichberechtigte und solidarische Zusammenleben Aller in dieser Stadt ein!

  •  Ausgrenzung und Diskriminierung haben hier keinen Platz! Herzlich willkommen, wer immer Du bist – unabhängig von Herkunft, Alter, Hautfarbe, Glaube, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung.
  • Gleichberechtigung und gleiche Teilhabe für alle sollte selbstverständlich sein.
  • Vielfalt ist für uns gelebte Realität und für unsere Stadt eine Bereicherung. Jede Person mit ihrer Einzigartigkeit trägt dazu bei und bedeutet die Chance auf neue Perspektiven.
  • Das friedliche, anerkennende und solidarische Miteinander ist Grundlage und Ziel aller demokratischen Kräfte.

 

Wann geht’s los?

Dafür gehen wir mit und Euch am 10. Juli auf die Straße, setzen ein Zeichen und fordern die Frankfurter Stadtgesellschaft und -politik auf, diese Solidarität noch stärker zu leben und in Taten umzusetzen!

Was fordern wir?

  • Das Ignorieren und Kleinreden von strukturellen Diskriminierungen muss aufhören, die Betroffenenperspektive muss endlich anerkannt werden und zu substanziellen Veränderungen führen.
  • Die rassistischen Anschläge der letzten Zeit bspw. in Hanau und Halle, sowie die Bedrohung von Personen der Zivilgesellschaft durch den „NSU 2.0“ erschrecken uns alle und mahnen zur Wachsamkeit und zum Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Faschismus.
  • Wir fordern nicht nur ein deutliches Bekenntnis der Stadt Frankfurt zu den Kinder- und Menschenrechten, sondern auch konkrete Maßnahmen, um strukturelle und gesellschaftliche Diskriminierungen nachhaltig aufzulösen.
  • Wir rufen alle Frankfurter*innen dazu auf: Setzt Euch mit Eurer eigenen Positionierung in der Gesellschaft auseinander, zeigt Euch respektvoll und solidarisch mit allen Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, und setzt Euch gegen jede Form von Diskriminierung und Benachteiligung ein.
  • Wir fordern mehr städtische Räume für alle, insbesondere und gerade für diejenigen Gruppen, deren Situation durch die aktuelle Pandemielage noch prekärer geworden ist, um ihnen Sichtbarkeit, Gestaltungsmöglichkeiten und soziale, wie auch politische Teilhabe in der Stadt zu ermöglichen.

Warum Vielfalt?

Von 2003-2018 veranstaltete der Frankfurter Jugendring die nicht-kommerzielle „Parade der Kulturen“ als Zeichen einer vielfältigen Stadtgesellschaft gegen Rassismus und Diskriminierung. 2021 wird die Veranstaltung mit einem weiterentwickelten Konzept durchgeführt und erhält den neuen Namen „Vielfalt am Main“.
Schon die bisherige „Parade der Kulturen“ versuchte auch Menschen unabhängig von Migrationserfahrung in die Veranstaltung einzubinden. In Anbetracht wachsender menschenfeindlicher Tendenzen und der zunehmenden Ablehnung marginalisierter Gruppen möchten wir mit „Vielfalt am Main“ dieses ganzheitliche Verständnis von Diversität noch stärker in den Fokus rücken. Die gesamte Vielfalt der Frankfurter Stadtbevölkerung ist eingeladen und soll repräsentiert sein! Gemeinsam sind wir stärker und können für ein offenes und solidarisches Frankfurt einstehen.

Wer ist beteiligt?

Die Teilnehmer*innen der Vielfalt am Main 2021 und Unterstützer*innen des Aufrufs.

Verabschiedet durch die Jahreshauptversammlung des Frankfurter Jugendrings am 25. März 2021.